Test: KitchenAid Nudelvorsatz 5KPRA – Grundrezept Nudelteig

Pasta. Eine der besten Erfindungen überhaupt. Ihren Ursprung findet sie der Überlieferung nach in China um 206 v. Chr. und fand ihren Weg nach Italien über Sizilien im 12. Jahrhundert.
Heute bezeichnet Pasta sämtliche Teigwaren aus Hartweizengrieß, Salz und Wasser.

Wenn ich früher ab und an mal ins “Perfekte Dinner” auf Vox reingeschaut habe und den Gästen vom Koch Pasta serviert wurde, ging meist ein entsetztes Raunen durch den Raum, wenn offenbart wurde, dass diese nicht frisch zubereitet wurde. Ich fand das immer naja – etwas affig – denn natürlich schmeckt auch gute Fertigpasta ausgesprochen lecker. Bis vor kurzem habe ich schließlich auch nur diese gekocht und es hat meistens geschmeckt. Wenn nicht, lag es aber an mir und nicht an der Pasta selbst ;)

Nachdem ich nun aber seit kurzem über meine wunderbare KitchenAid verfüge, wollte ich es nun aber doch wissen sah mir den sog. Nudelvorsatz  (Artikelname: 5KPRA) genauer an. Die Bewertungen und Meinungen waren einhellig und jeder schwärmte davon. Weil ich zunächst doch noch etwas skeptisch war, sah ich mir zusätzlich zum lesen von Testberichten noch Videos bei YouTube an. Ich entschied mich zum Kauf und kurze Zeit später hielt ich das Set in meinen Händen.

Die Qualität war wie beschrieben schwer, weil aus Metall und bestand aus drei Teilen: einem Pastaroller, einem Schneider für Spaghetti und einem für Fettuccini. Das ganze Made in Italy. Der jeweilige Aufsatz lässt sich ziemlich einfach vorne an der Zubehöraufnahme anbringen. Er darf nicht mit Wasser gereinigt werden, es reicht die Aufsätze feucht abzuwischen und evtl. Teigreste mit dem beigelegten Pinsel zu entfernen.

Besonders toll fand ich die Vorstellung alle möglichen Ravioli herstellen zu können und auch Nudeln mit Ei. Diese mochte ich bisher nicht so gerne kaufen, da ich gerade Produkte mit tierischen Bestandteilen am liebsten so frisch wie möglich und in Bioqualität bevorzuge.

Plan war eigentlich den Teig mit Mehl herzustellen. Ich hatte rausgefunden, dass sich hierfür am besten das Mehl Type 00 eignet. Da man das ja nicht überall erhält (selbst nicht in der großen Stadt München) lief ich zu einem kleinen Italiener in Giesing, der eine kleine Feinkosttheke hat zudem aber auch Nudeln, italienische Kekse und anderes verkauft. Ich fragte dort nach dem entsprechenden Mehl, und er meinte “ah ja, für Piiizza?” und ich antwortete, nein ich würde gerne Pasta mit Eiern heute machen. Da meinte er “nein, nein immer mit Semola, nicht mit Mehl.” Semola ist das italienische Wort für Grieß. Er erzählte, dass man Mehl in seiner Heimat Sizilien nicht in Pasta verarbeitet und zudem das von mir gesuchte Mehl Type 00, das gleiche wie Type 405 sei.

Ob man seine Pasta nun auf Basis von Mehl oder Grieß herstellt, ist von Region zu Region in Italien unterschiedlich. Entscheidet man sich für die Variante mit Grieß, ist Semola di grano duro von deCecco sehr zu empfehlen, ein sehr feines Grieß aus Italien, das es im gut sortierten Supermarkt für ca. 3 Euro das Kilo zu kaufen gibt. 

Beim Nudelvorsatz 5KPRA sind insgesamt drei Walzen enthalten:

-        Walze für Lasagneplatten 14 cm breit

-        Walze für Tagliatelle

-        Walze für Spaghetti

Die UVP liegt bei 149 Euro, derzeit günstigster Preis sind knapp 110 Euro bei Amazon.

Ist man an der Produktion von Tagliatelle und Spaghetti nicht interessiert, käme noch der 5KPSA in Frage, der nur die Walze für Lasagneplatten enthält. Ich kann aber wirklich sehr das Komplettset empfehlen – es macht echt Spaß und die Tagliatelle schmecken sehr sehr gut :D

Zutaten für Nudeln für 2-3 Personen:

  • 230 g Semola di grano duro
  • 1 EL Öl
  • 2 Eier Größe L
  • 1 TL Salz

Bild1 Kopie

1. Zutaten in die Rührschüssel geben und mit dem Knethaken vermengen.

2. Mit der Hand zu einem glatten Teig fertig verkneten. Sollte er noch klebrig sein, etwas Grieß beimengen. Die Menge an nötigem Grieß ist von der Größe der Eier abhängig, daher ist das etwas variabel. Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er nicht mehr klebt und schön nachgibt wenn man mit dem Finger reindrückt. Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 min ruhen lassen.

3. Den Teigroller an der Zubehörnabe anbringen und festschrauben.

4. Von dem Teig jeweils ca. 65 g abstechen und zu einem Rechteck formen. Die KitchenAid auf Geschwindigkeitsstufe 1 oder 2 anstellen und den Teig auf der weitesten Stufe 1 durch die Nudelwalze laufen lassen.

Bild1-1

5. Anschließend gedrittelt falten (quasi wie einen Brief) und erneut durch die Walze auf Stufe 1 geben. So oft wiederholen bis die Platte geschmeidig und einheitlich ist.

Bild1-2

6. Jetzt bis Stufe 4 oder 5 – je nach Geschmack, auf Stufe 4 bleibt der Teig etwas dicker – schrittweise weiterarbeiten.

Bild1-4

7. Teigplatte auf ein mit Grieß bestreutes Küchenhandtuch legen und kurz ruhen lassen.

Möchte man nun Tagliatelle oder Spaghetti herstellen, ist es wichtig die Teigplatte reichlich von beiden Seiten mit Grieß zu bestäuben, insbesondere wenn man danach Nester formen will um die Pasta zu trocknen. Soll er zu gefüllter Pasta weiterverarbeitet werden, nur von einer Seite bestäuben, da der Teig “rechts auf rechts” sonst nicht gut zusammenklebt.

Subjektives Testergebnis zum Pastaaufsatz: sehr gut :)

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Kommentare

  1. maira-luise hinteregger meint:

    bin auch sehr begeistert von meiner kitchen aid und dem pastavorsatz. habe nur ein kleines Problem mit dem reinigen der spaghettiwalze. wenn die nudelplatte zu breit ist, dann bleiben reste am rand der spaghettiwalze hängen und wenn man diese nicht gleich entfernt (mach dies mit einem Zahnstocher - mühsam) werden die Klümpchen steinhart und auch mit dem pinsel nicht zu entfernen. deshalb versuche ich die teigplatten nicht zu breit anzufertigen. da ich am land wohne und eine Autostunde zum nächsten italienischem Geschäft brauche habe ich mein pastarezept wie folgt abgewandelt. für 2 Personen: 15 dag universalmehl, 15 dag ital. gries, 2 eier und 1 el Olivenöl.

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    • Stefanie meint:

      Das Problem, das du beschreibst hatte ich bisher noch nie. Das hört sich mühsam an...
      Aber super, dass du ohnehin schon eine Lösung gefunden hast! :)

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